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Taufen in der Schlei Am Sonntag, den 21. August, werden fünfzehn Kinder in einem Gottesdienst auf den Schleswiger Königswiesen getauft ‒ in der Schlei. „Im Jahr der Taufe“, so der Schleswiger Regionalpastor Joachim Thieme-Hachmann, „möchten wir diesen besonderen Akzent setzen.“ Er und sein Kollege Jochen Weber vom Schleswiger Dom nehmen ein verstärktes Interesse wahr, die Taufe auf besondere Weise sinnlich wahrzunehmen und auf diese Weise den Erfahrungen der ersten Christen näher zu kommen. Mit dabei sind, nach dem Start im vergangenen Jahr, auch dieses Mal die Pastoren des Bibelzentrums, Gisela Andresen und Michael Bruhn, die mit dem „Schleswiger Jesus-Boot“ etwas vom Ursprung der Taufe vermitteln möchten. Bei dem Tauffest wirken die Pastoren des Nordelbischen Bibelzentrums nicht nur als biblische Erzähler aus der Zeit Jesu mit. Ab 13 Uhr bieten sie gegen eine Spende Fahrten mit dem „Jesusboot“ an, das nach den Funden eines palästinensischen Fischerbootes aus der Jesuszeit rekonstruiert wurde. Das Boot startet im Dreiviertelstundenrhythmus vom Anleger auf den Königswiesen, die letzte Fahrt beginnt voraussichtlich um 16 Uhr. „Vom Baby bis zum Konfirmandenalter sind Kinder verschiedener Jahrgänge vertreten“, erläutert Thieme-Hachmann, der sich mit seinen Kollegen auf ein „buntes Tauffest“ freut. Musikalisch wird das Ereignis vom St. Petri-Posaunenchor unter Leitung von Domkantor Rainer Selle begleitet. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt das Team der „Paradieshüter“, die für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen verantwortlich sin, zum Grillen ein. Im Rahmen des Programmes „Paradies ‒ Kirche auf den Königswiesen“ ist dies der letzte Open-Air-Gottesdienst. Allerdings sind außerhalb des regulären Programms noch Veranstaltungen mit amnesty international zur Menschrechtsstraße auf den Königswiesen sowie eine Gedenkveranstaltung zum 11. September in Planung. Das Tauffest an der Schlei beginnt um 11 Uhr ‒ bei schlechtem Wetter muss es in den benachbarten St. Petri-Dom verlegt werden.
Das Paradies findet
doch statt Es war eine frohe Botschaft, die Regionalpastor Joachim Thieme-Hachmann den knapp hundert Besucherinnen und Besuchern zu Beginn des Open-Air-Gottesdienstes der „Kirche auf den Königswiesen“ am Himmelfahrtstag verkünden konnte: „Das Paradies geht weiter.“
Thieme-Hachmann schlägt einen runden Tisch aller für die Nutzung der Königswiesen relevanten Institutionen vor, um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. „Wir sind gerne zur Mitarbeit daran bereit“, betonte die zuständige Pröpstin Johanna Lenz-Aude am Rande des Gottesdienstes.
Zuvor hatte sie in ihrem Grußwort für die Unterstützung des Projektes durch Persönlichkeiten der Politik gedankt – einen besonderen Dank richtete sie an die Gruppe der ehrenamtlichen Paradieshüterinnen, die das „Paradies“ seit der Landesgartenschau 2008 tragen. In seiner Predigt machte sich Pastor Thieme-Hachmann auf die Suche nach „Orten des Glaubens“. „Christlicher Glaube ist nicht an bestimmte Orte gebunden“, erklärte er, „aber er verbindet sich mit bestimmten Orten und wird dort konkret.“ Christlicher Glaube ziele immer auf öffentliche Wahrnehmbarkeit. Der Geistliche schloss mit einer Vision: „Paradies auf Erden ereignet sich da, wo Menschen zusammen klingen, zusammen stimmen – auch im gemeinsamen Engagement für ihre Stadt.“ Bis zum Ende der Sommerferien finden auf dem Gelände in Sichtweite des Schleswiger St. Petri-Doms gemeinsame Gottesdienste der Schleswiger Gemeinden, Familiennachmittage, plattdeutsche Lesungen und kulturelle Veranstaltungen mit Wort und Wein statt. Den Abschluss bildet ein Tauffest an der Schlei.
ältere Beiträge Die Schleswiger Nachrichten berichteten unter dem Titel Die Vertreibung aus dem Paradies über bürokratische Probleme bei der Nutzung des Paradies-Geländes - mehr... |
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